Der 15. Ausgust war ein besonders heißer Tag, doch im Schatten der Bäume ließ es sich einigermaßen aushalten. Größere Aktionen führten nur die Kinder durch, die die schönen Spielmöglichkeiten nutzten. Besonders beliebt war das Kugelspiel, das St. Anna verliehen hatte. Die Erwachsenen pflegten das Gespräch im Sitzen oder Stehen und genossen die angebotenen Getränke uund mitgebrachten Esswaren. Evenius hatte einen fahrbaren Imbisswagen zur Verfügung gestellt. Besonderer Beliebtheit erfreute sich wieder der Kaffee aus dem abessinischen Hochland, der von einer eritreischen Mitbürgerin zubereitet wurde. Franz Gareis hielt eine Rede zur Erinnerung an die Ankunft der Vertriebenen aus dem Egerland im Jahre 1946 in Fellingshausen. Eine Einwohnerschaft von 800 Fellingshäusern nahm 300 vertriebene Menschen überwiegend freundlich auf. Vorher war eine Gruppe rund um den Bürgermeister durchs Dorf gegangen und hatte darauf bestanden, dass in jedem Haus ein Raum zur Verfügung gestellt wurde. Können Sie sich das heute noch vorstellen, wo die Wohnungen viel größer sind als vor 80 Jahren?
Ein interessantes Plakat hing aus. „Was habe ich in letzter Zeit für die Demokratie getan?“ Man fühlt sich an John F. Kennedy erinnert „Frage nicht, was dein Land für dich tut, sondern was du für dein Land tun kannst. Demokratie lebt nicht von den Politikern und ist nicht mit dem Wahlakt zu stemmen. Sie lebt, besteht und entwickelt sich durch die aktive Beteiligung jeder/s Einzelnen. Mein Foto ist leider zu schlecht, um die Fragen lesen zu können. Aber vielleicht ist es mal eine schöne Übung, sich selber Antworten zu überlegen, die ein Verhalten zur Festigung der Demokratie darstellen.
Fotos Eveline Renell








